Hilft für gegen alles, oder was?

Wer so recht keinen Spaß an seiner Gesundheit hat, weil ihm etwas zum Jammern fehlt, der hat es ja gottlob sehr einfach, diesen bedauernswerten Zustand ganz rasch durch die Lektüre bunter Klatschmagazine zu beenden, weil sich schon kurz nach dem Durchblättern eines dieser Hefte mindestens 23 Krankheitssymptome bemerkbar machen und der Gang zum Arzt endlich angetreten werden kann.

krank-TV

Bloggerfreund  Trithemius würzt das Ende seines seines aktuellen Beitrags  mit einem wunderbar hierzu passenden Beispiel von verunglückter Werbung, zit.: „aus der Abteilung  >>Texten ohne Denken<<“  🙂

Gezeigt wird ein Päckchen Schnupptücher, eine gern gereichte Gratisgabe an treue Apothekenkunden, hier mit einem Werbeaufdruck, der ein Plus bei Halsschmerzen verspricht. Und wer möchte das nicht?

Und weil es ja auch Patienten gibt, die mit ihren bisherigen Tropfen gegen Gelenk- und Rückschmerzen unzufrieden sind, gibt es ganz aktuell eine Lösung: die Tropfen für Tropfen gegen die genannten Erkrankungen.

Und nicht nur das: diese Tropfen schenken Betroffenen auch Hoffnung.
Vermutlich auf die Wirkung.

Tropfen gegen für was

Oder handelt es sich um Tropfen, die anderen Tropfen gegen Gelenk- und Rückenschmerzen helfen? Und in welcher Reihenfolge nimmt man nun die Tropfen ein? Erst die Tropfen gegen und dann die Tropfen für….?

Oder bekommt man von den Tropfen für Gelenk- und Rückenschmerzen dann auch die gewünschten Gelenk- und Rückenschmerzen?
Ich armer Tropf verstehe nun überhaupt nix mehr. Zuerst tat mir vor Lachen der Bauch weh, aber nun bekomme ich vom Grübeln leichte Kopfschmerzen.

Ich glaub´ – ich muss zum Arzt.

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So, Sommer: gezz hasse Feierabend!

Header Sommerhäuser LoogSo, Sommer: gezz hasse Feierabend!

Dat Fernsehprogramm kommt aussem Winterschlaf zurück. Die wiederholten Wiederholungen werden für den nächsten Sommer wiederholt eingemottet.

Behagliche Textilien legen sich endlich wieder mollig und blickschützend um dat sonnengebräunte Wellfleisch und der Grill kommt in´n Keller.
Dank geschlossener Schuhe kann auch dat lästige Hornhautfeilen bis zum Frühjahr auf ein Minimum reduziert werden. Die Mauken haben Pflegepause.

Gezz wird et wieder muckelig. Pullover- und Kuscheldeckenzeit mit Tee.
Et bleibt wieder länger dunkel, die Laubsauger erwachen und erfreuen uns stimmungvoll von früh bis spät mit kakophonischen Klängen.

Der Wein wechselt von Weiß und kühl auf Rot und wohltemperiert.

Und bei ALDI gibt et pünktlich zum September wieder Spekulatius, Dominosteine und Christstollen.. Wat noch fehlt, ist der Weihnachtsbaumverkäufer anne Ecke, gleich neben dem Glühweinstand. Aber gut Ding will ja Weile haben. Kommt allet noch.

Na?
Wie war der Sommer?

Mein Sommer war recht vielseitig: tolle Radtouren mit einem lieben „rad-erfahrenen“ Nachbarn, der mir meine Heimat, das Ruhrgebiet auf diese Weise so viel näherbrachte. Ich lernte verborgene Wege und schöne Plätze zu entdeckten, die man als Autofahrer niemals zu sehen bekommt. Heimatkunde zum Anfassen. Toll.
Dat Ruhrgebiet ist schön. Wirklich.

Bergwandern in Südtirol an murmelnden Waalwegen entlang, Klettern durch seilgesicherte Scharten,  Genießen der Südtiroler Küche (Kaiserschmarrn!!!), Erleben von gewaltigen Gewittern in den Bergen, Kuhglockengeläut, Seilbahnen und abenteuerlichen Hüttenklos.

Wer mich kennt, weiss, datt ich ´n Tick für unser Nachbarland, die Niederlande habe. Et ist für mich stets sehr verlockend, mal eben rüberzufahren,
Einer der Gründe: heerlijke frietjes! Lekker! Dieset Mal in Maastrich. Diese Stadt ist wunderschön und hat durch seine Lage direkt an Belgien grenzend ein ganz besonderet, eher schon französischet Flair. Na ja, und eben die heerlike frietjes 😉

Ein sehr freudiger familiärer Anlass führte uns dann bis vorgestern nach Ostfriesland auf die wunderschöne, autofreie Nordseeinsel Langeoog, die wir seit über 27 Jahren mindestens einmal im Jahr aufsuchen, und zwar meist zu ganz ruhigen Zeiten, in denen andere schon längst bibbernd hinterm Ofen hocken: im späten Herbst, im Winter oder als Karnevalsflüchtlinge an den dollen Tagen. Dieses Mal also im September: blauer Himmel, steife Brise, ´n Stück Fisch op´n Teller und ein friesisches Bier im Glas: wat mutt – dat mutt. Watt will man Meer? Na, gut: am vergangenen Freitag hat es geschüttet. Na und?

Und nu? Nu ist gut. Et war ein toller, erlebnisreicher Sommer.
Nun kann der Herbst kommen.

Ich freu´mich drauf.

Lo

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Funk im Schlappen.

Na sowatt!
Als ich vor ein paar Tagen den großen Büromarkt meines Vertrauens betrete,
piepst es an der Eingangschleuse – und datt, obwohl ich noch gar nix geklaut habe!
Ich versuche es noch einmal: raus – und wieder rein in den Laden:
und es piepst!. Richtig schrill.
Schon gilt mir die uneingeschränkte Aufmerksamkeit des Ladenpersonals
und dazu auch die der Kundschaft, die sich ´nen Ladendiebstahlkrimi „in echt“ erhofft.
Gottlob bin ich dort als (zahlender!) Stammkunde bekannt.Der Marktleiter kommt verständnisvoll lächelnd auf mich zu und fragt mich:
„Tragen Sie vielleicht Floyd-Schuhe? Oder eine Jacke von Werry Geber?
Die haben nämlich Funkchips eingenäht, und darauf reagiert unsere Eingangsschleuse.“Nö. Sonne Jacke happich nich – aber ein Blick unter meine Schuhsohle: jau!
Dat gippt et nich!  Hömma! Meine Galoschen sind auf Sendung !!!
Und ich weiss nix davon!

Schlappenfunk Kohlenspott

Und dann erzählt er mir, datt viele Geschäfte anhand solcher verborgen eingenähter  RFID-Schnüffel-Chips den möglicherweise kaufkräftigen Kunden schon beim Reinkommen erkennen können.
Man kann sogar auslesen, wat der Kunde gerade an Markenkleidung trägt – und ihn somit dementsprechend hofieren, umsatzzielgerichtet beraten.

Ich glaub et nich:
Ich hab´Funk im Schlappen!

Und jeder kann sehen, datt ich meine Unterbuxe aussem Modehaus Charme & Anmut habe, mein Hemd vom Wühltisch bei Aldi, der Fleck auf meiner Krawatte von Heinz-Ketchup mit Ablaufdatum 01.04.2017 stammt – und datt auf meine Jacke noch drei Monatsraten bei der Kucki-Bank fällig sind, bis die mir endlich ganz allein gehört.
Verdelli! Nix is mehr geheim.

Fehlt nur noch, dat sich bald die GEZ bei mir meldet.
Schlappenfunk-Gebühren kassieren.
Obwohl: ich empfange ja nicht. Ich sende.
Also müsste ICH Rundfunkgebühren bekommen.

Verpassen Sie also nicht die nächste Sendung von Radio Kohlenspott. Live aussem linken Schlappen!

Bissi Tage!
😉

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DUTTEN statt DUDEN?

DUTTEN statt DUDEN:
Wer bloggt noch ohne Dutt?
Im Teestübchen Trithemius gibt es (vielleicht) eine Antwort.

Gerne „gerebloggt“:

Um vier Uhr morgens werde ich wach, stehe kurz auf, gucke aus dem Fenster, stelle fest, dass es noch regnet, sinke zurück ins Bett, aber kann nicht wieder einschlafen, egal wie ich mich drehe, obwohl ich sonst bei Regen gut schlafen kann. Die ganze Zeit muss ich über ein Wort nachdenken, dass ich gestern gelernt habe und wozu mir auch prompt die entsprechende Erscheinung in der Dingwelt untergekommen ist, so dass ich dachte, hättest du jetzt die Kamera bei dir und wärest dreist genug, könntest du das Ding fotografieren. Ich wälze also das Wort durch meinen Kopf, betrachte es von allen Seiten, und wie Körper und Geist miteinander korrespondieren, so muss ich mich auch im Bett hin und her wälzen, wälze diesen Text quasi in mein Bettzeug, aber kriege ihn nicht auf die Reihe, so dass er als fertiges Produkt zu nehmen wäre und flugs aufzuschreiben. Also ergebe ich mich…

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Stolpersteine: „Erinnerung polieren, damit sie nicht verblasst.“


Stolpersteine putzen als Geste des Respekts

Noch vor wenigen Tagen entdeckte ich im Prager Stadtteil Karlin diese Stolpersteine,wie man sie auch hierzulande seit vielen Jahren kennt.

Zum Vergrößern bitte anklicken.

Heute fand ich diesen frisch polierten Stolperstein auf der Straße, in der ich wohne:

LoLange Stolperstein poliert

In immer mehr Städten werden seit einiger Zeit die verlegten Stolpersteine
als Geste des Respekts
von Bürgern und Schulklassen gereinigt und blank poliert.

Motto: „Erinnerung polieren, damit sie nicht verblassen…“

Wohltuend, dass auch nach der Steinverlegung auf diese Weise
weiterhin das Andenken an die Opfer der NS-Zeit wachgehalten wird.

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Guck mal, wie der guckt.

Vorgestern führte mich der Weg zur Düsseldorfer City durch den schön angelegten Hofgarten, die grüne Lunge der Stadt, als ich mich beobachtet fühlte.

Richtig unfreundlich guckte mich dieser hölzerne Geselle an!

Antropo Ddorf Hofgarten

Ich hab dem überhaupt nichts getan!

Holzkopp, blöder!*)

Is doch wahr!
😉


 Nachtrag: *)

*) Sorry, Herr Baum! Tut mir Leid.
Die hochverehrten und geschätzten Kommentatoren empfinden Ihren „Gesichtsausdruck“ gar nicht als so grimmig und haben auch Erklärungen dazu geschrieben Vielleicht habe ich tatsächlich versehentlich auf Ihren Wurzeln gestanden oder ich stand Ihnen gar beim Flirten mit einer anderen Bäumin im Weg.  Schulligung! Und nix für ungut. 😉


 

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Wie geht eigentlich Regentanz?

Erfrischend

Gezz is aber wirklich mal gut mit Sommerhitze!
Dat Hemd klebt anne Haut
und inne Unterbuxe kocht Dich dat Kaffeewasser,
die Socken sind saftich wie der Rhein-Herne-Kanal,
im Büro bleibsse am Schreibtisch mitte Unterarme am Papier pappen,
dat Dreiwettertaft is auch am versagen, weil et schwület Wetter nich kennt,
und dat Deo? Besser nich von sprechen.

Und gezz?
Gezz wüssteste gern, watte dagegen machen könntest,
Kannze aber nich. Selbz, wenne Abitur hass.
Und warum nich?
Weil se Dir inne Schule nur dat beigebracht haben, womit Du nix anfangen kannz,
wennet mal richtich Ernst wird.
„Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir“…
Jau! Pustekuchen! Gelogen!

Warum weiss keiner, wie Regentanz geht?
Dat wär mal wat richtich Praktischet für´t Leben!
Regentanz!

Aber Schillers Glocke auf Algebra aufsagen: dat geht.
Jau! Tofte! Nur krisse davon kein Regen!
Und wat lernt uns dat?
Datt dat ganze Bildungssystem wat für die Regentonne is!

Iss doch wahr!
😉

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Teppich, Tee und ein neues Buch.

header teppichhaus

Wen es längst nicht mehr wundert, dass man in einem Kaffeegeschäft Fahrräder, Gartenmöbel, Haarbürsten und Bikinis kaufen kann, den wird es auch nicht erstaunen, dass in einem Teppichhaus oder in einem Teestübchen Bücher angeboten werden.

Anregend frisch – wie frischgemahlener Kaffee – präsentiert Bloggerfreund

Jules van der Ley (Teppichhaus Trithemius & Teestübchen Trithemius)

sein neues Werk

„Buchkultur im Abendrot“,

für das ich hier gerne die Werbetrommel rühre.

Neugierig?

Jules van der Ley: „Buchkultur im Abendrot“






 

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Neuerscheinung! Buchkultur im Abendrot

Meine lieben Damen und Herren!

Ich möchte Ihnen heute ein gerade erschienenes Buch aus der Teestübchen-Redaktion ans Herz legen, das für uns als Schreibende und Lesende von Belang ist. Unter dem Einfluss von Computer und Internet ist die klassische Buchkultur dabei, sich radikal zu wandeln. Die Demokratisierung der buchtechnischen Schrift brachte neue Kommunikationsformen, Publikationsmöglichkeiten und Rezeptionsgewohnheiten. Alle Nutzer von Internet und Smartphone sind Teil dieses Wandels, treiben ihn als Handelnde voran und sind mitverantwortlich für den kulturellen Umbruch. Wir Bloggerinnen und Blogger bedienen uns der Techniken und Stilmittel, die überwiegend aus der Buchkultur stammen, stehen also noch mit einem Bein in der dreidimensionalen Buchkultur und tappen mit dem anderen ins nulldimensionale Internet. In allem, was wir schreiben und wie wir auf Geschriebenes reagieren, sind wir noch von der Buchkultur geprägt. Was von deren Besonderheiten erfolgreich an nachfolgende Generationen weitergereicht wird, wissen wir nicht. Der Medienwissenschaftler Marshal McLuhan sah das Ende…

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Heute auf der Kö: Sex für die Augen.

Nanu? Wo sind denn all´ die Schönen und Reichen hin? Und wo sind die teuren Luxusschlitten, die sonst hier auf dem Luxusboulevard zum Anbeten abgestellt werden?

Die Düsseldorfer Kö ohne Schickimicki? Kein Schaulaufen mit teurem Geschmeide und der obligatorischen Sonnenbrille im Haar? Kein Blingbling, kein Modefummel, kein frisierter Fiffi an der diamantbesetzten Hundeleine?

Moment mal: der modische Schrei des Tages scheint zumindest ein T-Shirt zu sein, das ich zum wiederholten Male an mir vorbeilaufen sehe: schwarz mit dem Aufdruck: „Lesen ist Sex für die Augen“.

Ist etwa die Armut ausgebrochen?

Nö. Im Schatten der wundervollen Platanen der Königsallee fand an diesem Wochenende wieder einmal „Deutschlands größter Buchhandel unter freiem Himmel“ mit rund hundert Ständen von Buchhandlungen, Antiquariaten und Verlagen statt.
Blingbling muss an diesem Wochenende mal draussen bleiben.

Herrlich: das Wetter – und abertausende von Büchern zum Stöbern und Habenwollen.

 

Und habe ich nicht vor kurzem berichtet, dass ich mich tapfer von sehr vielen Büchern getrennt habe und diese in den Öffentlichen Bücherschrank abgelegt habe, um zu Hause mehr Platz zu schaffen?

Jau. Habe ich.
Und?
Ich sach mal gezz nix, ausser:

Die Büchermeile war soooooo verführerisch…

Bissi Tage!
Lo


„Bildung kommt von Bildschirm und nicht von Buch, sonst hieße es ja Buchung.“
Dieter Hildebrandt –

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