Sonntag ist Waltag. Wälen geen!

Liebe Bürger,
am Sonntag ist Waltag.
Die Bürger meiner Stadt (die Stadt, in der die Ober hausen) werden in unserer Fussgängerzone mit diesem Plakat der SPD daran erinnert, wälen zu geen.
Die örtliche SPD ist so arm, dass es selbst nicht mehr für alle Buchstaben reicht.

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Ich spende ein „h“

Bissi Tage!

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Über Lo

Wer im Schatten des Förderturms der Gelsenkirchener Kohlenzeche Graf Bismarck aufgewachsen ist – zu einer Zeit, als man tatsächlich noch vom “schwatten Kohlenpott” sprechen konnte, weil damals “Wäsche auffe Leine” nicht lange weiß blieb, wer sommerliche Badefreuden nicht am blauen Meer, sondern am Ufer des Rhein-Herne-Kanals – der so genannten “Frikadellen-Riviera” – genoss und sich als Kind über “Hasenbrot” freute, was in Wirklichkeit nichts anderes war, als die wieder mit nach Hause gebrachten Stullen, die vom Vater als Bergmann unter Tage nicht aufgegessen wurden, wer schon als kleiner Knirps ganz stolz für 50 Pfennige Belohnung 20 Zentner regelmäßig vor dem Haus angelieferte “schwatte” Deputatkohle in den Keller schippte, der hatte eine vielleicht arme, aber trotzdem abenteuerliche und schöne Kindheit zur Zeit der Pettycoats und des Wirtschaftswunders. Meine Wurzeln sind der Kohlenpott und seine Menschen mit ihrem besonderen, grund”ährlichen” Charm. Gezz weisse Bescheid, oder?
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12 Antworten zu Sonntag ist Waltag. Wälen geen!

  1. pathologe1 schreibt:

    Das kommt von Zentrifuge, jahrelang. Bis man nichts mehr rausholen konnte. Daher auch lange Gesichter.

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  2. Mallybeau Mauswohn schreibt:

    Lieber Lo!
    Ich finde es ganz wunderbar, dass Sie so selbstlos ein „h“ spendieren. Ich hoffe, Sie kommen ohne diesen Buchstaben künftig auf Ihrer Bloghütte aus.
    Ich werde ebenfalls tief in die Buchstabentasche greifen und ein „I“ und ein „Q“ spendieren. Mal sehen, ob die Damen und Herren damit etwas anzufangen wissen 🙂
    Herzliche Grüße
    Mallybeau

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    • Lo schreibt:

      Liebe Mallybeau,
      Ihre Buchstabenspende (I & Q) hat man gern angenommen und sofort zu einem neuen Text verwurstet, wie man hier sieht:

      Mein „h“ hat man nicht für das Plakat benutzt, sondern für einen anderen Zweck aufgehoben: man wolle bewusst „spasam“ mit den Buchstaben umgehen, um so vier passende Buchstaben zusammenzubekommen, auf die sich sich setzen wollen, falls die Wahl für sie in die Hose geht (hat „Arsch nicht fünf Buchstaben??)…

      Erzliche Grüse!

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    • Lo schreibt:

      Sonntag abend ist dann endlich Schulz mit dem Wahlkrampf.

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  3. Herr Ösi schreibt:

    Vielleicht kommt „jahrzentelang“ von ZEN?
    Vielleicht will uns das Plakat zu mehr Spiritualität verhelfen?

    Da sitzt der Rentner dann im Schneidersitz und meditiert … beispielsweise übers Essen oder einer würdigen Behandlung im Alter …

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  4. quersatzein schreibt:

    Das kommt vom harten Arbeiten: Man kann sich und die Wörter gar nicht mehr richtig dehnen…
    Irgendwie mitleiderregend, wie ich finde. 🙂
    Lieben Gruss,
    Brigitte

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    • Lo schreibt:

      Na ja,
      wenn man ehrlich zu sich selbst ist: wem ist so etwas noch nicht passiert?
      Bei eigenen Texten ist Schreibfehlerblindheit durchaus normal,
      doch hier wirbt man um Wählerstimmen…
      Lieben Gruß zurück!

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  5. quersatzein schreibt:

    Wie gut, dass man die Wahl hat! 🙂

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  6. Heinrich schreibt:

    Ich bin ja wohl auf ganzer Linie zu spät (NICHT Lothar Späth – aber selbst bei dem wäre ich zu späth!) Wollte ich was über ZEN schreiben, war der Herr Ösi schneller.

    Lieber Lo, seit der Funk schlapp gemacht hat, habe ich sehr viel verpasst. Habe keine Benachrichtigung bekommen, dass es hier so viele neue Beiträge gibt. (Verfassungsklage an WordPress ist raus!) Die sollen mir sagen, wenn Lo einen neuen Artikel verfasst! Unfassbar! Ich bin fassungslos!)
    Wenn ich mich wieder gefasst habe und alles aufgearbeitet habe, sage ich Bescheid!

    Gruß Heinrich

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  7. Mich wundert, dass noch kein Unter einen Stift zwecks Korrektur zur Hand nahm, dem Ober das ‚h‘ zu schenken. Fehlt das ‚h‘ nicht gar im Einzugsgebiet eines Gymasiums … :-O

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