Ich dreh´am Rad.

Verdelli, wat is dat auf eimal schubbich geworden!
Die erste Schüppe Kohlen nache Sommerzeit is gezz aber fällich.

kohle-1

Nur, dat mitte Kohlen, dat war früher mal.
Heute drehsste am Rad.
Vonne Heizung.

Mal ährlich: wat haben wir dat doch heute gut, oder?

Bissi Tage!

😉

Nachtrag:
Der geschätzte Kollege Trithemius sieht das auch so:
https://wordpress.com/read/feeds/36793019/posts/1179566688

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Über Lo

Wer im Schatten des Förderturms der Gelsenkirchener Kohlenzeche Graf Bismarck aufgewachsen ist – zu einer Zeit, als man tatsächlich noch vom “schwatten Kohlenpott” sprechen konnte, weil damals “Wäsche auffe Leine” nicht lange weiß blieb, wer sommerliche Badefreuden nicht am blauen Meer, sondern am Ufer des Rhein-Herne-Kanals – der so genannten “Frikadellen-Riviera” – genoss und sich als Kind über “Hasenbrot” freute, was in Wirklichkeit nichts anderes war, als die wieder mit nach Hause gebrachten Stullen, die vom Vater als Bergmann unter Tage nicht aufgegessen wurden, wer schon als kleiner Knirps ganz stolz für 50 Pfennige Belohnung 20 Zentner regelmäßig vor dem Haus angelieferte “schwatte” Deputatkohle in den Keller schippte, der hatte eine vielleicht arme, aber trotzdem abenteuerliche und schöne Kindheit zur Zeit der Pettycoats und des Wirtschaftswunders. Meine Wurzeln sind der Kohlenpott und seine Menschen mit ihrem besonderen, grund”ährlichen” Charm. Gezz weisse Bescheid, oder?
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14 Antworten zu Ich dreh´am Rad.

  1. Manfred Voita schreibt:

    Genau heute habe ich auch die Zentralheizung angeworfen. Heizung… meine Töchter wissen nur aus der Theorie, dass es mal andere Möglichkeiten gab. Während des Studiums hat man mir mal eine Wohnung mit Kohleöfen angeboten, aber da war ich für sowas auch schon verdorben.

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  2. PerleausmPott schreibt:

    Also meine Heizung klappt mit Holz 😉 …aber JA. DANKE an wen auch immer, dass wir so ein gutes Leben haben

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  3. Mallybeau Mauswohn schreibt:

    Lieber Lo!
    Nicht zu vergessen ist die notwendige Kohle im Geldbeutel, um überleben zu können! 🙂
    Herzliche Grüße
    Mallybeau

    Gefällt 2 Personen

  4. Mitzi Irsaj schreibt:

    Ich würd ja gern einschüren…mit Holz. Aber ich hab daheim nur ein Rad. An dem dreh ich aber auch bald.

    Gefällt 1 Person

    • Lo schreibt:

      „EINSCHÜREN….!“
      Dieses Wort habe ich schon sehr lange nicht mehr gehört: Schüren.
      Das Schüreisen.
      Dankeschon, liebe Mitzi, für diese Worterinnerung.
      Hier im Ruhrgebiet sagte man dazu eher „stochen“ oder „stochern“.
      Man stochte – oder stocherte die Glut.
      Mit dem Stocheisen.
      Und die Kohle wurde entweder mit dem Kohleneimer oder mit der „Teute“ aus dem Keller geholt.
      Liebe Grüße!

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      • Mitzi Irsaj schreibt:

        Bei mir daheim wird noch eingeschürt. Mir war nicht bewusst, dass es ein altes Wort ist. Aber wenn ich darüber nachdenke, sagen die meisten wahrscheinlich auch einheizen.
        Stochern dagegen ist mir neu und die Teute ebenfalls. Wieder ein Stück Ruhrgebiet kennen gelernt. Der Dank geht zurück.
        Liebe Grüße

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  5. Pingback: Einiges über unbeschreibliches Glück

  6. Herr Ösi schreibt:

    Ja … wenn die Heizung anspringt … 🙂

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  7. speedhiking schreibt:

    Grad gestern hätt ich fast meine fingerspitzenfreien Wollhandschuhe hergeholt, zum Bloggen dahier auf dem Bergbalkon. Brr.

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  8. Lo schreibt:

    Da tasten die eiskalten Finger über die kalte Tatstaur.
    Grüße von hier unten nach da oben 🙂

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