Paul McCartney & ich. Heute abend.

Mein lieber Scholli!
Ich bin völlig aus dem Häuschen! Sprachlos. Baff. Völlich fettich…
Gestern überraschten mich liebe Freunde mit Karten für Paul McCartney.
Einfach so.
Weil sie wissen, was die Beatles mir als Knirps 1963 schon bedeuteten, und, wie ich alles, was mit den vier Liverpoolern zu tun hatte, aufsog wie ein Schwamm. Ich gründete damals sogar einen eigenen Beatles-FanClub, der aber nur aus meinen Kumpels Kalle, Kacky, Winni und mir bestand.
Wir konnten kein Englisch, also sangen wir die Beatles-Songs so daher, wie wir sie verstanden: „Kenn bammi laahav…“ (Can´t buy me love), „Ei schudden hewwen bedder…“ (I Should Have Known Better).
Und wir ließen uns die Haare wachsen: über die Ohren und den „Ponny inne Augen“.
Und die Erwachsenen waren empört.
Und wir träumten davon, einmal – einmal nur die Beatles live zu erleben.

Für die Bravo-Blitztournee 1966 in Essen reichte das Taschengeld nicht.
Verdelli! Dat ist schon über fünfzig Jahre her. Ein halbet Jahrhundert!
Und seit gestern weiss ich, dass ich heute abend „Päule“ live erleben darf!

Die Erinnerungen an die 60er Jahre kriechen wieder aus der Versenkung. An die Musik, die Mode, ans Verknalltsein, an den BRAVO-Starschnitt…

Ich freue mich auf heute abend.
Nur: dat mit dem „Ponny inne Stirn kämmen“, dat geht nich mehr.
Und Päule McCartney hat immer noch vollet Haar.

Bissi Tage!
Lo

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Über Lo

Wer im Schatten des Förderturms der Gelsenkirchener Kohlenzeche Graf Bismarck aufgewachsen ist – zu einer Zeit, als man tatsächlich noch vom “schwatten Kohlenpott” sprechen konnte, weil damals “Wäsche auffe Leine” nicht lange weiß blieb, wer sommerliche Badefreuden nicht am blauen Meer, sondern am Ufer des Rhein-Herne-Kanals – der so genannten “Frikadellen-Riviera” – genoss und sich als Kind über “Hasenbrot” freute, was in Wirklichkeit nichts anderes war, als die wieder mit nach Hause gebrachten Stullen, die vom Vater als Bergmann unter Tage nicht aufgegessen wurden, wer schon als kleiner Knirps ganz stolz für 50 Pfennige Belohnung 20 Zentner regelmäßig vor dem Haus angelieferte “schwatte” Deputatkohle in den Keller schippte, der hatte eine vielleicht arme, aber trotzdem abenteuerliche und schöne Kindheit zur Zeit der Pettycoats und des Wirtschaftswunders. Meine Wurzeln sind der Kohlenpott und seine Menschen mit ihrem besonderen, grund”ährlichen” Charm. Gezz weisse Bescheid, oder?
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11 Antworten zu Paul McCartney & ich. Heute abend.

  1. Mallybeau Mauswohn schreibt:

    Lieber Lo!
    Fantastisch!Die Fab Four! Ich bin ebenfalls ein absoluter Beatles-Fan.
    Das ist ja mal ein geniales Geschenk, das man Ihnen da überreicht hat. Ich wünsche Ihnen einen unvergesslich schönen Abend!
    With love from me to you 🙂
    Herzliche Grüße
    Mallybeau Mauswohn

    Gefällt 2 Personen

  2. Manfred Voita schreibt:

    „You’re never too old to rock ’n‘ roll, If you’re too young to die“ um mal Jethro Tull zu zitieren. Viel Spaß!

    Gefällt 1 Person

  3. Jules van der Ley schreibt:

    Glückwunsch! Und viel Vergnügen!

    Gefällt 1 Person

  4. bloedbabbler schreibt:

    Hallo, mein lieber Herr Lo,

    obwohl ich inzwischen auch Englisch kann, singe ich das immer noch so, wie zu damaliger Zeit 😉
    Einer aus der Clique hieß tatsächlich Kacky?
    Das nenne ich dann echt die Arschkarte beim Nickname ziehen. 😀
    Da ich ja noch ein junges Küken bin, war das Blaue Album tatsächlich meine erste Platte(genauer natürlich zwei) -als Geschenk erhalten und gehört bis die Nadel tiefe Furchen in die ehemaligen Rillen zog. Auch heute höre ich -vorzugsweise in der Winterzeit- gerne die alten Beatles Alben, die Sachen vom Solo-Paule waren aber nie so mein Ding, aber egal.
    Eins solches, lebendes Fossil noch live sehen zu können ist vermutlich fein und ich wünsche Ihnen alles, was sie sich selbst nur ausmalen können an Spaß, Freude und Emotion beim Konzert.
    Mir lief eben bei der Betrachtung des In-die-Single-Reinsteckers ein wohliger Schauer über den Rücken – Danke dafür.
    Hochachtungsvoll, Ihnen ihr Blödbabbler

    Gefällt 1 Person

    • Lo schreibt:

      Lieber B., bin just zurück und muss sagen: der Paul mit seinen fast 74 kann es immer noch und sieht dabei aus, wie neu.
      Ja, das mit dem „Fossil noch live zu sehen“ hatte schon etwas Symbolisches für mich. Zur Beatles-Hoch-Zeit hätte ich für solche Augenblicke alles gegeben. Heute war es: Rückschau, Staunen,… muss ich erst noch verarbeiten.
      Das Singleplatten-Mittelteil liegt hier vor mir. Eine kleine und bedeutende Requisite..
      Danke für die guten Wünsche!

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