Autobahnnummer.

Watt et nich allet gibt!
Da fährste so schön mitte Limousine
auffe Autobahn und freust Dich,
datte mal so richtich freie Fahrt hass – und zack!, sind se alle am Bremsen.
Na toffte! STAU!
Die Hoffnung, datt dat nur ein kurzen Stau is, verfliecht.
Wat kriecht, is der Verkehr, die verplemperte Zeit, Lebenszeit für Nix!
Und dat Gefühl, datte hilflos biss. Dat kriecht Dich den Nacken hoch.
Die Trulla aussen Navi hätte ja auch mal wat sagen können, datten Stau kommt!

Und datte auffe Überholspur stehst,
dat is auch kein Trost: auffe Überholspur stehsse auch nich schneller als die anderen.
Und dann hasse den Wunsch, Dein Auto könnte fliegen: auffen Knopp drücken, Propeller raus und up up and away…
Is aber nich. Du stehss im Stau. Gezz bloß kein Blasendruck!

Doch wat is dat denn
da vorne für´n Wagen??
Wat steht da auf dem Schild?
STRASSENUNTERHALTUNG?
Ja hömma! Dat is aber gezz mal´ne gute Idee!
Auf das Programm bin ich gezz aber mal gespannt.
Endlich tun se mal wat für Deine Kfz-Steuer.
Wenn schon Stau, dann wenichstens mit Unterhaltung!



Foto: Kohlenspott/SPIEGELei


Scheibenkleister!
Von wegen! STRASSENUNTERHALTUNG!
Pah! Da rührt sich nix: keine Kapelle, keine GogoGirls,
die da auffe Ladefläche ausse Kiste springen. Nix.
Nich mal ´n bissken Musik!
Obwohl se da zwei gelbe Disco-Lichter auffem Dach haben. Nix.
Ja, wat is dat denn für ´ne Autobahnnummer?

Typisch wieder öffentlicher Dienst.
Und der kleine Mann zahlt dat allet.
Manno! Ich krich´n Blutstau, wenn dat hier nich gleich weitergeht!
Is doch wahr.

Bissi Tage!

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Über Lo

Wer im Schatten des Förderturms der Gelsenkirchener Kohlenzeche Graf Bismarck aufgewachsen ist – zu einer Zeit, als man tatsächlich noch vom “schwatten Kohlenpott” sprechen konnte, weil damals “Wäsche auffe Leine” nicht lange weiß blieb, wer sommerliche Badefreuden nicht am blauen Meer, sondern am Ufer des Rhein-Herne-Kanals – der so genannten “Frikadellen-Riviera” – genoss und sich als Kind über “Hasenbrot” freute, was in Wirklichkeit nichts anderes war, als die wieder mit nach Hause gebrachten Stullen, die vom Vater als Bergmann unter Tage nicht aufgegessen wurden, wer schon als kleiner Knirps ganz stolz für 50 Pfennige Belohnung 20 Zentner regelmäßig vor dem Haus angelieferte “schwatte” Deputatkohle in den Keller schippte, der hatte eine vielleicht arme, aber trotzdem abenteuerliche und schöne Kindheit zur Zeit der Pettycoats und des Wirtschaftswunders. Meine Wurzeln sind der Kohlenpott und seine Menschen mit ihrem besonderen, grund”ährlichen” Charm. Gezz weisse Bescheid, oder?
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