SONNENGEMALT.

Ich habe immer eine leere Leinwand auf der Staffelei, die mit mir gemeinsam auf den Moment wartet, in dem die Muse mich überfällt und küsst, und ich entspannt und gedankenverloren zu Farben und Pinsel greife.

Solch ein schöner Moment ist nun schon wieder eine Weile her.
Vermutlich des Wartens überdrüssig, haben sich heute Morgen Leinwand und Sonne heimlich zusammengetan und ganz ohne mich dieses zauberhafte Bild gemalt.

Es ist unsigniert. Und vergänglich.

Ist es nicht schön?

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Über Lo

Wer im Schatten des Förderturms der Gelsenkirchener Kohlenzeche Graf Bismarck aufgewachsen ist – zu einer Zeit, als man tatsächlich noch vom “schwatten Kohlenpott” sprechen konnte, weil damals “Wäsche auffe Leine” nicht lange weiß blieb, wer sommerliche Badefreuden nicht am blauen Meer, sondern am Ufer des Rhein-Herne-Kanals – der so genannten “Frikadellen-Riviera” – genoss und sich als Kind über “Hasenbrot” freute, was in Wirklichkeit nichts anderes war, als die wieder mit nach Hause gebrachten Stullen, die vom Vater als Bergmann unter Tage nicht aufgegessen wurden, wer schon als kleiner Knirps ganz stolz für 50 Pfennige Belohnung 20 Zentner regelmäßig vor dem Haus angelieferte “schwatte” Deputatkohle in den Keller schippte, der hatte eine vielleicht arme, aber trotzdem abenteuerliche und schöne Kindheit zur Zeit der Pettycoats und des Wirtschaftswunders. Meine Wurzeln sind der Kohlenpott und seine Menschen mit ihrem besonderen, grund”ährlichen” Charm. Gezz weisse Bescheid, oder?
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